Trennung auf Zeit???
Mein Freund und ich kennen uns noch schon lange. Unsere Beziehung ist toll. Er trägt mich auf Händen und ist immer für Dich. Als er mich heute angerufen hat und mir gesagt hat, dass er mir etwas mitteilen müsse ist mir wirklich das Herz in die Hose gerutscht.
“Was ist denn los? Du kannst das doch nicht einfach so in den Raum stellen und mich dann stehen lassen?” “Wir reden später darüber, wenn Du von der Arbeit kommst” sprachs und legte auf. Ich konnte das echt nicht glauben – jetzt muss ich auf der Arbeit den ganzen Tag herum laufen und mir den Kopf darüber zerbrechen. Aber es nutzt ja nichts. Da musste ich nun wohl durch.
“Kannst Du mir mal sagen, was das soll und warum Du mich so in der Luft hängen lässt?” war dann natürlich auch das erste was mir zu Hause rausplatzte. “Tut mir leid, aber ich musste Dir ja etwas sagen.” “Naja Du hättest mir ja einfach sagen können, was los ist und warum Du Dich so benimmst?”
“Ich weiß halt nicht wie ich es sagen soll – ich muss beruflich für mindestens sechs Monate ins Ausland. Es ist eine Chance und ich muss sie wahrnehmen.” Ich war wie vor den Kopf geschlagen aber irgendwie verstand ich es ja auch. Berufliche Chancen bieten sich nun einmal nicht so oft. Aber wie sollte unsere Liebe das aushalten, wenn er monatelang in Amerika ist und ich nicht dort sein kann? Schnell schossen mir die Tränen in die Augen.
“He komm her”. Er nahm mich in den Arm. “Ich weiß, es hört sich nach einer langen Zeit an aber wir haben schon soviel geschafft meinst Du nicht, dass wir das auch hin bekommen?” “Schon aber Du bist so weit weg und ich bin hier ganz alleine”. “Du bist nie alleine – in meinem Herzen bin ich immer nah bei Dir und das solltest Du auch wissen.” Ich wusste, dass ich mich zusammen reißen musste obwohl ich das Gefühl hatte, dass mein Herz zerreißt.
Schon zwei Wochen später brachte ich ihn dann zum Flughafen. Wir hatten lange darüber gesprochen aber ich wusste, dass ich ihm diese Chance nicht vermiesen durfte. Unter Tränen verabschiedete mich. “Ich liebe Dich und vergiss mich nicht ja?” “Du sagst Sachen – natürlich vergesse ich Dich nicht. Du weißt, dass Du mein Ein und Alles bist”. Und dann war er weg und ich alleine. Die Wohnung war leer und irgendwie hatte ich das Gefühl ich stehe komplett neben mir. Aber trotzdem musste ja auch mein Leben weitergehen. “Reiß Dich zusammen – 6 Monate sind schnell vorbei” Puh – wenn das mal stimmen würde.
Nach seiner Ladung rief er mich gleich an. Ich ging am nächsten Tag zur Arbeit und tat einfach genau das, was ich immer tat. Nur dass ich eben alleine war. Jeden Tag skypten wir miteinander. So konnten wir zumindest erfahren was der andere so trieb und ich konnte ihn dabei sehen.
Nach zwei Wochen stand auf einmal der Postbote vor meiner Tür und drückte mir ein Einschreiben in die Hand. Mein Herz rutscht in die Hose, als ich den Brief aufmachte. Aber dann fing ich an zu strahlen. “Ich weiß, dass Du jetzt bald Urlaub hast und weil ich Dich so sehr vermisse schicke ich Dir ein Ticket, damit Du bald bei mir sein kannst.” Ich konnte es kaum glauben und rief gleich meine Mama an. “Mama ich fliege nach Amerika”. Sie freute sich mit mir und sagte auch gleich zu mich zum Flughafen zu fahren. Noch zweimal Arbeiten, dann war es so weit. Zwei Wochen Urlaub erwarteten mich.
Als ich in den Flieger stieg fing ich an die Minuten zu zählen und dann war es endlich so weit. Mit einem Strauß Rosen wartet er am Flughafen und ich flog direkt in seine Arme. “Ich habe Dich so sehr vermisst und endlich bist Du bei mir.” Wir küssten uns innig und verließen den Flughafen. Bei einem romantischen Dinner erzählte er mir von seinem Job.
“Ich hätte die Möglichkeit hier zu bleiben und weiter zu arbeiten. Aber das werde ich nur tun, wenn auch Du mit mir kommen möchtest. Ohne Dich möchte ich hier auf Dauer nicht sein.” Natürlich gab es darauf nur eine Antwort ” Wo Du bist, bin auch ich. Mein Herz tat so weh ohne Dich und wenn Du hier bleiben möchtest, dann werde auch ich Dir hierhin folgen.” Er stand auf und nahm mich in den Arm und ich wusste noch einmal mehr, dass er der Mann meines Lebens war.
